Wer ein künstliches Kniegelenk benötigt, wünscht sich vor allem eines: wieder sicherer, schmerzärmer und mit mehr Lebensqualität in Bewegung zu kommen. Genau daran orientiert sich das neue Behandlungskonzept mit der digitalen Plattform Pheno4U® des deutschen Herstellers Aesculap, das künftig am Alexianer St. Remigius Krankenhaus eingesetzt wird. Mithilfe digitaler Navigation können Eingriffe beim Kniegelenkersatz noch individueller geplant und Implantate präzise eingesetzt werden.
„Jeder Mensch hat eine individuelle Anatomie, ein eigenes Bewegungsmuster und auch persönliche Ziele. Genau darauf können wir heute noch besser eingehen“, erklärt Priv.-Doz. Dr. Ralf Decking, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Endoprothetik. „Mit digitaler Navigationstechnologie können wir die Besonderheiten, die jede Patientin und jeder Patient mit sich bringt, noch genauer betrachten. Unser Ziel ist ein möglichst natürliches Bewegungsgefühl und eine hohe Zufriedenheit nach der Operation.“
Das Alexianer St. Remigius Krankenhaus setzt dabei auf eine Technologie, mit der bereits seit mehr als 15 Jahren erfolgreich gearbeitet wird. Mit der Einführung der neuesten Generation der digitalen Navigation wird dieses bewährte Verfahren nun konsequent weiterentwickelt und bietet zusätzliche Möglichkeiten für eine noch individuellere Planung und präzisere Umsetzung des Kniegelenkersatzes.
Die Navigationstechnologie unterstützt während des Eingriffs dabei, noch genauer zu erkennen, wie Beinachse, Bandspannung und individuelle Anatomie zusammenspielen. So kann die Prothese dreidimensional und mithilfe etablierter Computernavigation millimetergenau ausgerichtet werden – passend zu dem Menschen, der sie erhält.
Entscheidend ist dabei die Kombination aus moderner, präziser Technologie und der Erfahrung der Operateurinnen und Operateure: ihr Blick für den einzelnen Menschen, ihr Verständnis für Anatomie und Beweglichkeit – und ihre Fähigkeit, während der Operation die richtige Entscheidung zu treffen.
„Als Operateur behalte ich während des gesamten Eingriffs das haptische Gespür und die volle Entscheidungshoheit. Genau diese Verbindung aus langjähriger chirurgischer Erfahrung und digital unterstützter Präzision war für uns ein entscheidender Grund, auf die neueste Generation dieses computernavigierten Verfahrens zu setzen“, so Dr. Decking. Oft entscheiden nur wenige Millimeter darüber, wie natürlich sich ein künstliches Knie später anfühlt.
Studien zeigen, dass trotz moderner Implantate noch immer ein Teil der Patientinnen und Patienten nach einer standardisierten Kniegelenkersatzoperation nicht vollständig zufrieden ist. Viele sorgen sich vor Schmerzen oder Einschränkungen im Alltag und beim Sport. Das Alexianer St. Remigius Krankenhaus setzt deshalb bewusst auf eine möglichst individuelle Versorgung statt auf standardisierte Lösungen.
Für Patientinnen und Patienten bedeutet das: Die Behandlung wird nicht nach einem starren Schema geplant, sondern stärker an den persönlichen Voraussetzungen ausgerichtet. Ziel ist ein künstliches Kniegelenk, das sich möglichst stabil, belastbar und natürlich anfühlt und gute Voraussetzungen für die Rückkehr in den Alltag schafft.
Ein eindrucksvolles Beispiel dafür liefert Sigrid Johanns, 88 Jahre. Sie litt unter einer fortgeschrittenen Pangonarthrose in beiden Kniegelenken, die Schmerzen hatten sie zuletzt ans Haus gefesselt. Im Februar 2026 entschied sie sich für eine computernavigierte Operation ihres rechten Knies mit Pheno4U® im St. Remigius Krankenhaus Opladen. Das Ergebnis überzeugte sie so sehr, dass sie sich wenige Monate später auch für die gleiche Behandlung ihres linken Knies entschied. „Das bringt einem ein Stückchen Lebensqualität zurück”, sagt Frau Johanns voller Überzeugung.
Neuste Generation der Navigationstechnologie am Alexianer St. Remigius Krankenhaus