Gesundheitsversorgung darf nicht kaputtgespart werden

Protestaktion „Kein Geld. Keine Versorgung“

Alexianer Krankenhäuser in Opladen und Wesseling beteiligen sich an Protestaktion „Kein Geld. Keine Versorgung“

Leverkusen-Opladen/Wesseling. Das Alexianer St. Remigius Krankenhaus Opladen und das Dreifaltigkeits-Krankenhaus Wesseling beteiligen sich am Freitag, 12. Juni 2026, an der bundesweiten Protestaktion „Kein Geld. Keine Versorgung“ der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW). Mit der Aktion machen Krankenhäuser auf die Auswirkungen der aktuell diskutierten Sparmaßnahmen im Zusammenhang mit dem GKV-Reformgesetz aufmerksam.

Bundesweit beteiligen sich zahlreiche Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen an dem Aktionstag. Auch die Alexianer setzen ein sichtbares Zeichen: In vielen Einrichtungen bleiben zentrale Eingänge symbolisch geschlossen. Ziel ist es, auf die zunehmend schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aufmerksam zu machen, unter denen Krankenhäuser ihre Versorgungsaufgaben erfüllen müssen.

„Wir wissen, dass sich die Krankenhauslandschaft verändern muss, und wir sind bereit, diesen Wandel aktiv mitzugestalten. Der wirtschaftliche Druck, unter dem viele Krankenhäuser bereits heute stehen und welcher durch das angekündigte GKB-Beitragssatzstabilisierungsgesetz massiv verschärft wird, ist jedoch nicht länger hinnehmbar. Deshalb beteiligen wir uns an dieser Protestaktion. Wir können nicht immer wieder auf die Herausforderungen aufmerksam machen und anschließend zur Tagesordnung übergehen. Es geht darum, die Voraussetzungen für eine verlässliche und wohnortnahe Versorgung der Menschen auch in Zukunft zu sichern,“ sagt Dr. Daniela Kreuzberg, Geschäftsführerin des Alexianer St. Remigius Krankenhauses Opladen und des Dreifaltigkeits-Krankenhauses Wesseling.

Die wirtschaftliche Situation vieler Krankenhäuser ist seit Jahren angespannt. Steigende Personal- und Sachkosten, der Fachkräftemangel sowie wachsende Anforderungen an Qualität, Dokumentation und Versorgung stellen die Einrichtungen vor große Herausforderungen. Nach Auffassung vieler Krankenhausträger drohen die geplanten Reformen diese Situation weiter zu verschärfen.

Dr. Christian von Klitzing, Hauptgeschäftsführer der Alexianer, findet dazu deutliche Worte: „Was hier angezettelt wird, ist ein staatlich induziertes Sterben freigemeinnütziger Krankenhäuser! Gesundheitspolitik muss vom Menschen aus gedacht werden – nicht vom Sparen.“

Hinter jeder Krankenhausleistung stünden Patientinnen und Patienten, die auf eine verlässliche, qualitativ hochwertige und wohnortnahe Versorgung angewiesen seien. Werden finanzielle Kürzungen zum zentralen Steuerungsinstrument, bestehe die Gefahr, dass genau diese Versorgung geschwächt werde.

Von Klitzing ergänzt: „Unsere Krankenhäuser und weiteren Einrichtungen sind weit mehr als Kostenfaktoren in einem Gesundheitssystem. Sie sind Orte der Fürsorge, der Hoffnung und der gesellschaftlichen Verantwortung. Diese Aufgabe lässt sich nicht allein mit 

betriebswirtschaftlichen Kennzahlen bewerten. Als christliche Träger sorgen wir uns um den Zusammenhalt. Wenn wir nicht aufpassen, wird es kalt in unserer Gesellschaft, und das leistet auch Extremisten Vorschub.“

Die beiden Krankenhäuser unterstützen deshalb die Forderung nach einem offenen und konstruktiven Dialog zwischen Politik, Krankenhäusern, Beschäftigten und Kostenträgern. Reformen im Gesundheitswesen seien notwendig, müssten sich jedoch an den Bedarfen der Menschen orientieren und dürften nicht primär von Einsparzielen bestimmt werden.

Für Patientinnen und Patienten entstehen durch die Protestaktion keine Einschränkungen in der medizinischen Versorgung. Die Notfallversorgung sowie alle medizinisch notwendigen Leistungen sind jederzeit sichergestellt.

Mit ihrer Beteiligung an „Kein Geld. Keine Versorgung“ setzen das Alexianer St. Remigius Krankenhaus Opladen und das Dreifaltigkeits-Krankenhaus Wesseling gemeinsam mit allen teilnehmenden Krankenhäusern ein Zeichen für den Erhalt einer leistungsfähigen, wohnortnahen und am Menschen orientierten Gesundheitsversorgung.